** Sommerferien vom 01.07.2019 bis 16.08.2019. Wir sind ab Montag, 19.08.2019 wieder für Sie da **

GSIS > Förderkonzepte

Guter Unterricht ist individuell fördender Unterricht!

1. Vorwort
Die individuelle Förderung ist in unserem Leitbild verankert und ein gelebtes Unterrichtsprinzip an der GSIS. Förderung bedeutet für Lehrkräfte an der GSIS, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Einzigartigkeit anzunehmen und sie sowohl bei Lerneigenheiten und –schwierigkeiten zu unterstützen, als auch in ihren Begabungen besonders zu fordern.

2. Ausgangssituation
Die GSIS ist eine anerkannte deutsche Auslandsschule. Individuelle Förderung und Inklusion sind seit Jahren Bestandteil des Schulprogrammes und werden im Schulalltag auf vielfältige Weise umgesetzt und gelebt. Unsere Schule wird von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Länder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen besucht.
Nicht selten wechseln Kinder während des Schuljahres an die GSIS und brauchen auch besondere sprachliche Förderung, um den Anschluss in unsere bilingualen Lerngruppen zu finden. Bedingt durch die Gröβe der Schule mit ca. 60 Kindern und den somit kleinen Lerngruppen, gelingt es den Lehrkräften schnell, die Stärken und Schwächen ihrer Schülerinnen und Schüler kennenzulernen, sich mit ihren Teamkollegen abzusprechen und die Kinder optimal zu fördern.

Die folgende Grafik zeigt die vielfältigen Förderangebote an der GSIS.

 

3. Zielgruppe
Mit unserem Förder- und Inklusionskonzept erreichen wir alle Kinder, die die GSIS besuchen.

4. Konzeptziele (Beschreibung der einzelnen Förder- und Inklusionsmaβnahmen)

Struktur der Lerngruppen
Die Schülerinnen und Schüler werden in jahrgangsübergreifenden Klassen (1/2, 3/4, 5/6, 7-10) unterrichtet. In einer Lerngruppe sind max. 15 Kinder und die Lehrkräfte gehen intensiv auf die jeweiligen Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes ein. Die jahrgangsübergreifende Lernsituation wiederum ermöglicht zusätzlich eine ganz spezielle Form der fachlichen sozialen Kompetenzförderung.

Binnendifferenzierung
Innerhalb der Lerngruppen wird differenziert unterrichtet, um optimale Lernmöglichkeiten für jedes Kind zu schaffen(z.B. Lerntheke, Stationenarbeit). Eine verbindlich angewandte Methode der Differenzierung ist die Arbeit mit einem Wochenplan in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch.

Englisch/Deutsch liegt “auf Band”
Der Fremdsprachenunterricht ist nach Möglichkeit im Stundenplan jahrgangsübergreifend parallel gesteckt. Schülerinnen und Schüler können somit am Englisch- bzw. Deutschunterricht entsprechend ihres Sprachniveaus teilnehmen.

Vergleichsarbeiten
Im Laufe des Schuljahres nehmen Schülerinnen und Schüler an Vergleichsarbeiten wie VERA bzw. Cambridge Checkpoint und am Sprechdiplom A1 und A2 in deutscher bzw. englischer Sprache teil. Die Vergleichsarbeiten sind Instrument um die Lernmotivation zu erhöhen und gleichzeitig die Qualität des Unterrichts zu prüfen und ggf. zu verbessern.

Studienzeit
In der Studienzeit als Teil unseres rhythmisierten Schultages leiten die Lehrkräfte die Schülerinnen und Schüler bis zu drei Unterrichtsstunden in der Woche individuell zum eigenverantwortlichen Lernen an. So werden Aufgaben und Unterrichtsinhalte vertieft. Jeden Morgen haben die Schülerinnen und Schür die Möglichkeit freiwillig in der von 7.10Uhr bis 7.55 Uhr optionalen Studienzeit an Lerninhalten zu arbeiten. In der optionalen Studienzeit werden auβerdem Schülerinnen und Schüler mit einem Förderplan nach Bedarf zusätzlich unterstützt..

‚Time for Talents‘
Im Stundenplan der Klasse 1-6 sind bis zu zwei Unterrichtsstunden Time for Talents verankert. Die Schülerinnen und Schüler wählen sich entsprechend ihrem Talent bzw. ihrem Interesse in ein naturwissenschaftliches, musisches, sportliches oder handwerkliches Angebot ein.

‚Support and Challenge‘
Die ausgewiesenen Stunden ermöglichen eine gezielte Förderung der Schülerinnen und Schüler.

Nachmittagsangebote
Unsere Vielfalt an Nachmittagsangeboten wird neigungsdifferenziert belegt und erlaubt eine gezielte Förderung der Talente der Kinder.

Methodencurriculum
An gezielten Methodentrainingstagen in allen Jahrgängen erlernen unsere Schülerinnen und Schüler Methoden, die ihnen sowohl das zielorientierte Arbeiten im Team als auch das selbständige Lernen ermöglichen – dazu gehören auch Kommunikationsübungen.

Doppelbesetzung
Bei besonderem Förderbedarf wird eine gezielte Doppelbesetzung in Absprache mit der Klassenleitung und den Fachkollegeninnen und –kollegen realisiert.

Teilnahme an Wettbewerben
Die Lehrerinnen und Lehrer nehmen mit ihren Schülerinnen und Schülern regelmäβig an Wettbewerben teil, die die verschiedensten Talente der Kinder fördern, z.B. Wettbewerbe wie Accra Marathon, Olympiaspiele der Deutschen Schulen Subsaharas, Schach, Deutscher Schulpreis, Spelling Bee und andere z.B. auch von der Zentralstelle für das Schulwesen ausgeschriebene Wettbewerbe.

Antolin Leseförderung
Alle Schülerinnen und Schüler haben einen Zugang zum Antolin-Portal. Im Rahmen des Montagsrituals erhält die gesamte Schülerschaft Rückmeldung über die fleiβigsten und aktivsten Leserinnen und Leser der Schule.

Bilinguales Konzept
Auf Grundlage unseres bilingualen Konzeptes werden alle Kinder im deutschen und englischen Sprecherwerb gefördert.

Therapeutische Angebote
Eine Ergotherapeutin arbeitet überwiegend mit Kindern mit ASS und ADHS. Für therapeutische Angebote die die Schule nicht direkt anbieten kann liegen ausgewählte Kontaktlisten vor.

Förderlehrkraft
Die Förderlehrkraft unterstützt unsere meist mehrsprachig aufgewachsene Schülerschaft darin, ihre englischen bzw. deutschen Sprachkenntnisse zu verbessern, um erfolgreich am bilingualen Unterricht teilnehmen zu können.

Lesementoren
Unsere Lesementoren verbessern die Sprach- und Lesekompetenz unserer Schülerinnen und Schüler ab Klasse 1 indem sie sich mit ihrem Lesekind ein- bis zweimal wöchentlich jeweils eine Stunde treffen und gemeinsam sprechen, lesen und schreiben üben.

LRS-Angebot
Schülerinnen und Schüler mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche besuchen einen wöchentlichen Lese- und Rechtschreibkurs.

Förderunterricht
Je nach Bedarf besuchen Schülerinnen und Schüler den Förderunterricht in den unterschiedlichen Fächern.

Betriebspraktikum
Ab Klasse 7 absolvieren alle Schülerinnen und Schüler ein einwöchiges Praktikum in den Betrieben ihrer Wahl. Bei der Auswahl des Praktikumsplatzes stehen die ortkundigen Lehrkräfte der GSIS den Schülerinnen und Schülern hilfreich zur Seite.

 

5. Koordinierung der Umsetzung

  1. ... bei Kindern mit Förderbedarf
  2. Die Schulleitung führt mit den Eltern und der Förderlehrkraft ein Erstgespräch über die Bedürfnisse des Kindes.
  3. Die Schulleitung führt mit der Klassenlehrerin/ dem Klassenlehrer und der Förderlehrkraft ein Gespräch und schildert den Förderbedarf des Kindes. Gemeinsam wird ein angepasster Stundenplan für die Schülerin bzw. Schüler ausgearbeitet. Jede Schülerin/ jeder Schüler wird ganz oder überwiegend im Jahrgangs- bzw. Klassenverband unterrichtet. Je nach Förderbedarf sind die Stunden doppelt besetzt bzw. wird das Kind je nach Bedarf stundenweise einzeln bei der Förderlehrkraft unterrichtet.
  4. Die Klassenlehrerin/ der Klassenlehrer und Förderlehrkraft arbeiten gemeinsam einen Förderplan aus, der in der Klassenkonferenz besprochen wird.
  5. Die Klassenlehrerin/ der Klassenlehrer und die Förderlehrkraft besprechen mit den Eltern den Förderplan.
  6. Je nach Entwicklung des Kindes wird der Stundenplan bzw. Förderplan individuell verändert und an die Bedürfnisse des Kindes neu angepasst.
  7. Diese Veränderungen werden in der Klassenkonferenz und mit den Eltern neu kommuniziert.
  8. Sollten Förderbedarfe festgestellt werden für die die Schule nicht die erforderlichen Maβnahmen zur Verfügung stellen kann, werden die Eltern von der Schulleitung und Förderlehrkraft informiert.
  • Bei Kindern, deren Fӧrderbedarf erst im Laufe des Schuljahres festgestellt wird.

Siehe 5.) Koordinierung und Umsetzung c.) – g.)

6. Finanzierung des Fӧrderkonzeptes
Aller Fӧrderangebote außer individueller Fӧrderunterricht bei der Fӧrderlehrkraft werden von der Schule über Schulgelder finanziert. Die Eltern übernehmen die Kosten für zusätzliche Stunden.

7. Verbindlichkeit
Das überarbeitete vorliegende Fӧrderkonzept muss noch in der Geamtkonferenz verabschiedet warden, nach der Verabschiedung ist das Konzept verbindlich für alle am Schulleben Beteiligten..

8. Gültigkeitszeitraum
Dieses Konzept wird seit dem Schuljahr 2014/2015 und in Neufassung seit 13.08.2018

9. Evaluation
Am Ende des 2. Halbjahres (Schuljahr 2018/2019) wird das Konzept evaluiert, daraufhin verändert, angepasst und weiterentwickelt.